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Nachbeben
Ertrunken im Ozean des Begehrens
Vom Meer auf die Klippen
Der Ernüchterung geschleudert
War ich für einen atemlosen Moment
Die Gespielin des Fisches
Oder doch nur seine Beute?
Der Körper zerschunden
Von den messerscharfen Muscheln
Der Unerreichbarkeit
Die Seele wundgescheuert
An der Hoffnung
Gegen jede Vernunft
Suche ich Zuflucht
Bei alter vertrauter Musik
Trost - bei noch älteren Teddybären
Wohl wissend
Dass nur tätiger Verzicht
Und nicht untätiges Warten
Mich von ihm
(er-)lösen kann.
Befreiung
Unaussprechliches
Verkleistert meine Seelenwände
Mit schwarzem Papier
Bis die Seele Feuer fängt,
Konventionen
Fragwürdige Verbote
Und alte Drohungen verbrennt
So dass die Asche
Im gellenden Aufschrei
Des entfesselten Zornes
In alle Winde verstreut wird.
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Bekenntnis zur dunklen Seite
In der Abenddämmerung
Des überfließenden alten Zornes
Wenn die letzten blassen Strahlen
Einer mildernden Sonne
Den dunklen Wolken des Hasses
Gewichen sind
Treibt mich wilde Gier hinaus
Männerherzen zu erjagen
Will sie auf die Saiten
Meines Flügels legen
Durch sie schneiden
Mit schrillen Tönen
Lustvoll im Blut
Gebrochener Frauenherzen baden
Besessen von ungezügelter Wut
Fordert mein brennendes Herz Rache
Und altbiblische Vergeltung:
Auge um Auge
Teddybär um Barbiepuppe
Doch gleichzeitig
Fliehe ich vor mir selbst
Auf die erdabgewandte Seite des Mondes
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